Enchanting’s Leopardgeckos Sozialverhalten Hier gibt es leider überwiegend Fehlinformationen, vor allem im Internet. Leopardgeckos besitzen KEIN Sozialverhalen und leben in der Natur NICHT in Gruppen zusammen. Jetzt stellt ihr euch bestimmt folgende Frage: “Warum liest man dann überall, Leos nur in Gruppen halten?” Man muss es einfach sagen, wie es ist: ein Verkaufsargument! Auch bei anderen Reptilienarten wird die Gruppen- haltung gerne dazu genutzt, schnellstmöglich seine Nachzuchten “loszuwerden”. So hart es klingt, es ist nunmal die Wahrheit. Wer das nicht lesen möchte, sollte sich überlegen hier weiterzulesen.   Für einem Züchter, dem es wichtig ist, wohin seine liebevoll aufgezogenen Schützlinge ziehen dürfen,  ist es immer schwierige seine Nachzuchten zu vermitteln, das viele Interessenten nicht bereit sind, eine artgerechte Haltung möglich zu machen. Dazu kommt, dass mittlerweile immer mehr Interessenten, das sogenannte Spardenken entwickeln: “Ein Leo darf nicht nicht viel Kosten. Weder in der Anschaffung, noch danach.” Bedenken dabei allerdings nicht, dass ein Leopardgecko eine Lebenserwartung von bis zu 30 Jahren hat und auch die Haltung entsprechend kostet. Zurück zum eigentlichen Thema. Leopardgeckos werden gerne wie andere Tierarten vermenschlicht. “Sie müssen doch einsam sein, so alleine in dem Terrarium.” “Sie liegen doch alleine im Terrarium nur in der Ecke, ich möchte mehr Action.” Aussagen, die unser Herz bluten lassen. Leopardgeckos bauen keine Bindung zu ihren Artgenossen auf, ihnen ist es in den meisten Fällen einfach egal, ob da noch ein anderer Leo im Terrarium ist oder nicht. Das heißt sie tolerieren sich. Dennoch ist es wie bei Menschen auch. Die Sympathie muss nicht immer passen und das stellen wir nicht immer sofort fest. Eine reine Mädchengruppe kann funktionieren, muss aber nicht. Es kann auch nach Jahren zu Problemen in der Gruppe kommen. Wer also unbedingt eine Mädchengruppe halten möchte, sollte sich bewusst sein, dass er ggf. genügend Platz und Terrarien  hat um seine Gruppe dauerhaft zu trennen. Die Tiere deshalb abzugeben ist nicht Sinn der Sache und gefällt uns gar nicht. Männchen untereinander verstehen sich überhaupt nicht und würden sich bis zum bitteren Ende bekämpfen. Bis zum bitteren Ende bedeutet Tod. Ein Männchen mit einem Männchen zusammenzuhalten ist bei vielen Männchen auch nicht möglich. Das Männchen denkt meistens nur an Paarung, der eine ruhiger, der andere etwas “aggressiver” und kann selbst mit 7-8 Weibchen nicht ausgelastet sind. Dieser Paarungsdruck ist sehr stressig für Männchen und Weibchen und kann auch Einfluss auf die Lebenserwartung des einzelnen Leos haben. Wie kann ich eventuell erkennen, ob ein Leo in der Gruppe unterdrückt wird? Es gibt ein paar kleine Hinweise, die Indizien dafür sein können, dass eure Gruppe eventuell nicht mehr harmoniert. Leos sind nach wie vor Wildtiere und verstecken solange wie möglich, bis es nicht mehr anders geht. Sonst würden sie in der Natur sehr schnell als Futtertier enden. - ein Leo der nur in der Ecke liegt und sich nicht groß bewegt und reagiert - kann   trotzdem gut fressen, - ein Leo der nur sehr wenig bis gar nicht frisst, - wenn offensichtliche Bissverletzungen zu sehen sind,, - ein Leo der dunkler als üblich gefärbt ist. Es sind nur Hinweise, können aber auch für Krankheit oder Haltungsfehler sprechen. Grundsätzlich müsst ihr euch überlegen, ob ihr eine Einzelhaltung oder eine Gruppenhaltung umsetzen möchtet. Wir möchten euch hier nur erklären, wie es in der Natur ist und somit artgerecht. Es kann eben zu Problemen kommen. Man muss bereit sein, die Hilfestellung anzunehmen und auch diese Hinweise zu erkennen. Wir mussten selber schon die Erfahrung machen, dass nicht jeder dazu bereit ist!